Vom Altweibersommer und den weinherbstlichen Boten

Die Winzer feiern den Altweibersommer mit romantisch-köstlichen Kellergassenfesten, die zum Kosten und Genießen der neuen Jahrgänge einladen.

Der Altweibersommer ist die beste Zeit für einen lauschigen Heurigenbesuch, denn zahlreiche Kellergassenfeste laden an lauen Herbstabenden zum Kosten und Probieren der neuen Jahrgänge ein.

Ist’s zu Allerheiligen rein,
tritt Altweibersommer ein!

Die letzten warmen Sommertage werden landläufig Altweibersommer genannt. Das hat aber nichts mit betagten Damen zu tun. Viel mehr leitet sich der Begriff von den Spinnfäden der jungen Baldachinspinnen ab, auf denen sie im Herbst durch die Lüfte segeln. Das Wort „weiben“ wiederum ist der althochdeutsche Ausdruck für weben oder knüpfen.

Dieses Naturspektakel lässt sich vor allem im September beobachten wenn die Blätter der Bäume und Weingärten goldig in der Sonne leuchten. In diesen Tagen entfaltet der Wein seine volle Kraft, während die Blätter der Reben ihr braunes Herbstgewand langsam fallen lassen.

Mahlzeit! tönt es aus den Kellergassen

Nicht nur die Weinreben tanken im Altweibersommer letzte Sonnenstrahlen, auch Weinfreunde, die sich schon das ganze Jahr auf süßen Sturm und Traubenmoste freuen, genießen die letzten schönen Tage, während sie sich, wie es sich für echte Sturmtrinker gehört, mit einem herzhaften „Mahlzeit!“ zuprosten. In diesen Tagen erlebt der Heurigenbetrieb seine Hochsaison und heißt die neuen Jahrgänge herzlich willkommen!

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